Gerd Kaiser

Historiker, Autor, Herausgeber

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Gerhard (Gerd) Kaiser, Jahrgang 1933. Historiker. Publizist. Verheiratet, ein Sohn. Industrieschmied, Hochschulreife im zweiten Bildungsweg, Studium der Geschichte an der Moskauer Lomonossow-Universität von 1951-1956. Postgraduale Weiterbildung (außerplanmäßige Aspirantur) parallel zum Beruf: Promotion (1964) an der Karl-Marx-Universität Leipzig mit einer Arbeit zu Genesis und Wirken eines Systems der politisch-ideologischen Beeinflussung in den Landstreitkräften Deutschlands in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.1956 bis 1968 Nationale Volksarmee der DDR (Oberstleutnant d. Res.). Herbst 1968 bis Ende 1991 soziologische Forschungs- und Programmarbeit im Fernsehen der DDR/Deutscher Fernsehfunk. Seitdem Forschungen zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung sowie zur deutschen Militärgeschichte im 20. Jahrhundert. Mitarbeit in Berliner Integrationsprojekten von und für Migranten, Berliner und Thüringer Projekten zur Bewahrung von Stätten und Traditionen des Widerstands und der Verfolgung sowie an Tageszeitungen und Zeitschriften u.a. „Neues Deutschland“ (ab 1992), „junge Welt“. „Das Blättchen“ sowie „JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilnahme an wissenschaftlichen Konferenzen in Deutschland, Rußland, Polen, VR China. Übersetzungen wissenschaftlicher Publikationen sowie von Poesie und Prosa u.a. von Fjodor Tjutschew (1803-1873), Ossip Mandelstam (1891-1938), Stanislaw Jerzy Lec (1909-1966) und Czeslaw Milosz (1911-2004). Sprachen: russisch, polnisch, englisch.

 

Katyn

Das Staatsverbrechen - das Staatsgeheimnis

 

Katyn. Der Massenmord an polnischen Offizieren. (Koautor: A.L. Szczesniak). Ch. Links Verlag. Berlin. 1992. 336 S.

 

Katyn. Das Staatsverbrechen – Das Staatsgeheimnis. Aufbau Taschenbuch Verlag. Berlin. 2002. 476 S. Abbildungen. Faksimiles. 2. Aufl. 2003.

 

Eine tschechische Ausgabe erschien unter dem Titel Katyn.

 

Statni zlocin – statni tajemstvi 2003 bei Nakladatelstvo BB/art in Praha.

 

„Mit notwendiger Schmerzhaftigkeit enthüllt er die Anatomie des Verbrechens, geht den kleinsten Details nach, beschreibt mit Hilfe von Dokumenten (...) das Leben der Gefangenen in den Lagern, die politischen und administrativen Hintergründe ihrer Ermordung, die Bemühungen um Irreführung und Vertuschung und die vielen Mosaiksteine, die eine historisch präzise Beweisführung über die Wahrheit dieses Verbrechens ermöglichen, eines Verbrechens, das sich nicht allein gegen die Ermordeten, sondern gegen die polnische Nation als Ganzes richtete. (...) Angesichts der sich abzeichnenden Frontlinien einer neuen globalen Sicherheitspolitik und des `Kampfes gegen den Terrorismus` wird Katyn zum Lehrstück.“

(„Polen und wir“. Bochum)

 

„Das minutiöse Bild eines von höchster Stelle geplanten Gemetzels.“

(„Der Spiegel“. Hamburg)

 

„Kaiser bietet mit seiner gelungenen Textdarstellung und Quellenauswahl einen fundierten Abriß der Mechanismen dieser staatlich geplanten Massenerschießung und vermittelt Einblicke in allgemeine Strukturen und Momente totalitärer Herrschaft.“

(„Norddeutscher Rundfunk“ NDR. Hamburg)

 

Buchveröffentlichungen

Sperrgebiet

Die geheimen Kommandozentralen in Wünsdorf seit 1871

 

Sperrgebiet. Die geheimen Kommandozentralen in Wünsdorf seit 1871. Ch. Links Verlag. Berlin. 1993. 199 S. Mehr als 200 Abbildungen. Faksimiles und Karten. 2. Aufl. 1994. 3. aktualisierte Auflage 1998.

 

Die 4. aktualisierte und erweiterte Auflage erschien 2007 - ergänzt von Bernd Hermann um die Geschicke von Wünsdorf und Umgebung für das Jahrzehnt (1998-2008) nach dem Abzug der Westgruppe der Streitkräfte Rußlands unter dem Titel: „Vom Sperrgebiet zur Waldstadt“..

 

In vier Auflagen fanden bisher 10 000 Expl. ihre Leser.

 

„Gerhard Kaiser hat sich auf unbekanntes, unerforschtes Terrain begeben und dabei Erstaunliches zur Baugeschichte der einzigartigen unterirdischen Kommandozentrale der deutschen Wehrmacht zutage gefördert. Mit diesem Buch wird eine wichtige Seite der deutschen Militärgeschichte aufgeschlagen.“

(„Die Zeit“. Hamburg)

 

Im vorliegenden Band erzählen Gerhard Kaiser und Bernd Herrmann die Militärgeschichte der Region Wünsdorf lebendig und sachkundig.

(„Militärgeschichtliche Zeitschrift“ 67 (2008). Heft 1)

 

Raketenspuren

Peenemünde 1936-2000

 

Raketenspuren. Peenemünde 1936-1994.(Gemeinsam mit Volkhard Bode) Ch. Links Verlag. Berlin. 1995. 205 S.Abbildungen. Faksimiles. Eine 2. Aufl. erschien 1996, eine 3. Aufl. 2001, eine 4. Aufl. 2002, eine 5. Aufl. 2004 und eine 6. jeweils aktualisierte Auflage 2006. 7. Aufl. 2011.

 

2008 erschien eine englischsprachige Ausgabe.

 

Building Hitler`s Missiles. Traces of History in Peenemünde. Translated from German by Katy Derbyshire. Ch. Links Verlag. Berlin.

 

Zwischen September 1997 und Januar 2000 erschienen im Bechtermünz Verlag Lizenzausgaben für Weltbild Verlag Augsburg insgesamt sieben weitere Auflagen.

 

Die Auflagenhöhe der Raketenspuren liegt in deutscher Sprache insgesamt bei knapp 100 000 Expl.

 

Inhalt:

Der Schuß in den Weltraum. Spuren im Sand. (9ff)

Reif für die Insel. (23ff)

Das Schlangenei. (51ff)

Waffenerprobung. (73ff)

Rückzug in die Höhle. (85ff)

Frontreif. (105ff) Heillose Flucht. (119ff)

Fischzüge der Sieger. (135ff)

Alles auf die Räder (155ff)

Neue Herren, neue Sperren. (163ff)

Licht aus für die NVA. (177ff)

Zukunft aus Ruinen? (185ff)

Ein Kraftwerk für die Region. (193ff)

Zeittafel. Abkürzungsverzeichnis.Quellen- und Literaturverzeichnis. Personenregister.

 

 

Die Enkel fechten`s besser aus

Dietzhausen – eine historische Reportage

 

Die Enkel fechten`s besser aus. Dietzhausen – eine historische Reportage. Dietzhäuser Heimatverlag. 1997. 238 S. Abbildungen.

 

1200 Jahre Sozial- und Kommunalgeschichte eines Dorfes im Thüringer Wald an Hand archäologischer Funde und historischer Urkunden, Aufzeichnungen in Kirchenbüchern und von Wahlergebnissen, nach Briefschaften und Dienstbüchern, Fotos und Faksimiles.

 

 

Rußlandfahrer

Aus dem Wald in die Welt

 

Rußlandfahrer. Aus dem Wald in die Welt. Facharbeiter aus dem Thüringer Wald in der UdSSR. 1930-1965. Tessin. 2000. 260 S. Abbildungen.

 

Untersucht werden die politischen und ethischen Beweggründe, die sozialen Milieus, Lebens- und Arbeitserfahrungen von Facharbeitern aus dem Thüringer Wald, die sich Ende der 20er/Anfang der 30er Jahre für die Arbeit in der Sowjetunion entschieden hatten und dorthin z.T. mit ihren Familien übersiedelten.

 

Sie kamen weder im Auftrag der Komintern noch der KPD nach Sowjetrußland,

waren keine Politemigranten und erhielten selbst nach 1933 nicht den Emigrantenstatus. In oftmals existenziellen Notlagen wurden die Russlandfahrerfamilien von der MOPR, der Internationalen Roten Hilfe, an deren Entstehen und Festigung die meisten von ihnen in ihren Heimatgemeinden mitgewirkt hatten, nicht unterstützt. Schon gar nicht waren sie „Wirtschaftsflüchtlinge“, sondern nahmen ihre Arbeit, auf Wunsch und eingeladen von der sowjetischen Seite, die dringend der Hilfe hochqualifizierter Facharbeiter bedurfte, ausgestattet mit vorher abgeschlossenen Arbeitsverträgen, auf.

 

Die hochqualifizierten und berufserfahrenen Arbeiter, kamen aus eigener und freier Entscheidung, über ihre Wohn- und Arbeitsorte sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen entschied letztendlich jedoch einzig und allein die sowjetische Seite. Die deutschen Facharbeiter verdienten ihren und ihrer Familien Lebensunterhalt durch ihrer Hände Arbeit.

 

Dabei waren die deutschen Arbeiter, Werkmeister und Lehrausbilder keine politischen „Traumtänzer“ sondern kamen durchweg mit großen Hoffnungen und großem Enthusiasmus, um an der Verwirklichung einer großen Alternative zu ihren bisherigen Lebensentwürfen im wahren Wortsinn mitzuarbeiten.

 

 

 

Arbeit hat bitt`re Wurzel...

...aber süße Frucht

 

 

Arbeit hat bitt`re Wurzel ... aber süße Frucht. Reflexionen über die Anfänge des Auslandsstudiums deutscher Studenten in der UdSSR. edidion bodoni. 2004. 153 S. Abbildungen. 2. (ergänzte) Aufl. 2007.

 

Bisher weitgehend unerforschte Geschichte des Auslandsstudiums zwischen Anfang der 50er bis Mitte der 60er Jahre an Universitäten und Hochschulen der UdSSR an Hand von Erinnerungen, Brief- und Fotosammlungen, Interviews und Werkstattgesprächen.

 

 

 

„Auf Leben und Tod“

Stille Helden im antifaschistischen Widerstand 1923 bis 1945

 

„Auf Leben und Tod“. Stille Helden im antifaschistischen Widerstand 1923 bis 1945. edition bodoni. Berlin. 2007. 542 S. Abbildungen. Faksimiles.

 

Antifaschistischer Widerstand von Arbeitern, Intellektuellen, Militärs, Gewerkschaftern, Kommunisten, Sozialdemokraten, Bibelforschern, Religiösen Sozialisten, Katholiken, Zugehörigen der Bekennenden Kirche, ausländischen Zwangsarbeitern, Emigranten, in dem sich politische Weitsicht, Heimatverbundenheit und Verantwortungsbewußtsein für ein Europa der Zukunft paarten.

 

 

 

 

Campo di Fiori

Zum 65. Jahrestag des Aufstandes

im Warschauer Ghetto

 

Campo di Fiori. Zum 65. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Alltag – Aufstand – Alltag. Idee. Nachwort, Übersetzung aus dem Polnischen von Gerd Kaiser, Zeichnungen und Design von Vadim Brodsky, Layout und Realisation Marc Johne. edition bodoni. Berlin. 2008.

 

 

 

 

 

Vom Familienunternehmen Simson & Co

zu den Berlin-Suhler-Waffen und Fahrzeugwerken (BSW)

Chronik und Dokumentation von Gerd Kaiser

 

Vom Familienunternehmen Simson & Co zu den Berlin-Suhler-Waffen und Fahrzeugwerken (BSW). Chronik und Dokumentation von Gerd Kaiser. Edition bodoni. 2008.56 S. Abbildungen.

 

 

 

 

 

Aufrecht und stark

trotz alledem

 

Gerd Kaiser. Hrsg. Aufrecht und stark – trotz alledem. Frauen und Männer von Suhl und Umgebung im Widerstand gegen Faschismus und Krieg.

 

Im Auftrag der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschisten in Suhl und in Zusammenarbeit mit Familien Verfolgter im Widerstand herausgegeben von einer Autorengemeinschaft. edition bodoni. 2011.

 

 

 

 

 

 

Heim in idyllischer Lage

Vom Kinderheim der Roten Hilfe

zu Elgersburg zum Hotel „Am Wald“

 

Heim in idyllischer Lage. Vom Kinderheim der Roten Hilfe zu Elgersburg zum Hotel „Am Wald“. Karl Dietz Verlag Berlin. 2010. 176 S. Abb. ISBN: 978-3-320-02230-3.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

Elgersburg – „Zwischen Hammer und Amboß“.

„Von oben droht die Not...“.

„Heim in idyllischer Lage“. 1925-1933.

„Die Kraft der Solidarität“

„Gespielt, geturnt, gegessen, gelernt“

„Nicht Armer Leute Kinder“

„Für das Allerwichtigste – den brüderlichen Geist“

„Leidige Zustände“

„Auf Heller und Pfennig“

Bildungsstätte und Zufluchtsort

Das Haus seit 1933

„Himmel, welch eine Zeit!“. „Führer“schule undMarine“kinder. 1933 bis 1945 „

„Viele gute Erinnerungen“ - Vom Kinderheim der Volkssolidarität

zum Kinder- und Ferienheim. 1945/46-1955

Das Heim verschließt sich. 1949/55-1989

„Mit Tradition in die Zukunft“ – Das Ferienhotel

„Zärtlichkeit der Völker“ - Internationale Kinderheime

„Der Sonne entgegen“ – Das Kinderheim in Öhrenfeld/Harz

„Gute Kämpfer werden“ – Auf dem Barkenhoff

„Adelsnest“ als Kinderheim – Waskino

„Einzig in seiner Art“ -das Kinderheim in Iwanowo-Wosnessensk

Das Kinderheim Nr. 6 in Moskau

„Lesnoi kurort“ – Waldkurort unweit der Wolga

„Helft den Kindern in Not!“ - Zeitgenössische Dokumente der Solidarität

 

 

 

 

 

 

 

Ein „tüchtiger, feiner Mensch“

"Unbeirrbar rot"

 

Ein „tüchtiger, feiner Mensch“ – "Unbeirrbar rot“. Gemeinsam mit Heinz Deutschland. Edda Hirschfeld-Tennenbaum und ihre Familie. edition bodoni. Berlin. 2011. 61 S. Abb.

ISBN: 978-3-940781-23-9

 

 

 

 

 

 

 

„Hier ist der deutsche Soldatensender 935“.

Eine Stimme im kalten Krieg

 

„Hier ist der deutsche Soldatensender 935“.

Eine Stimme im kalten Krieg. edition bodoni. Berlin. 2014.  187 S. ISBN: 978-3-940781-50-5

Dazu: Titelseite und Rücktitel einschl. der ausgelisteten Fragen

 

 

 

 

 

 

 

 

Herausgeber

Unbeirrbar rot

Zeugen und Zeugnisse einer Familie

 

 

Unbeirrbar rot. Zeugen und Zeugnisse einer Familie. Erzählt und ausgewählt von Stefan und Witold Leder. Herausgegeben von Gerd Kaiser. edition bodoni. 2002. 374 S. Abbildungen. Faksimiles.

 

Eine erweiterte polnische Ausgabe erschien unter dem Titel „Czerwona nic. Ze wspomnien i prac rodziny Lederow“. (Der rote Faden. Aus den Erinnerungen und Arbeiten der Familie Leder) bei Wydawnictwo ISKRY. Warszawa. 2005. 250 S.

 

„Ein ungewöhnlicher Titel und ein ungewöhnliches Buch. Eine Familiengeschichte, die aber mehr einer Dynastiegeschichte gleicht – einer Dynastie von Berufsrevolutionären oder zu revolutionärem Handeln Berufenen. (...) Es ist, das sei vorweggenommen, ein außerordentlich beeindruckender Herz und Verstand tief berührender Versuch.“

(„JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung“. 2/2004. Berlin).

 

„Mit dieser Publikation liegt eine Familienbiographie besonderer Art vor: eine gelungene Komposition von autobiographischen Betrachtungen, markanten Lebensbildern (...), unbekannten Primärquellen sowie Erinnerungen an Erlebnisse in sowohl widerspruchsvollen gesellschaftspolitischen Situationen als auch in kontrastreichen Milieus europäischer Großstädte. (...)Das alles ist der umsichtigen und sachkundigen Arbeit des Hrsg. (...) zu verdanken.“

(JahrBuch..., 2/2006. Berlin).

 

 

 

 

 

 

 

Interviews mit Zeitzeugen

 

„Das Wichtigste im Leben ist das Leben“. Marek Edelman über jüdischen Widerstand in Polen gegen die Nazi-Okkupanten. In: „Neues Deutschland“. Berlin. 3. April 2001

 

 

„Wir dürfen keine Furcht haben, etwas Neues zu denken.“ Adam Schaff über Sozialismus, Faschismus und Raubtierkapitalismus. In: „Neues Deutschland“. Berlin. 17./18. August 2002.

 

 

Tausenddreihundert Tage Krieg. Jakow Drabkin über seinen langen Marsch von Moskau via Stalingrad nach Berlin. In: „Neues Deutschland“. Berlin. 23./24. April 2005.

Übersetzungen

 

Nikolai Popjel: In schwerer Zeit. (Aus dem Russischen). Berlin. 1962. 389 S. (Zahlreiche Nachauflagen).

 

 

Jakow Drabkin: Die Aufrechten. Karl Liebknecht. Rosa Luxemburg. Clara Zetkin. Franz Mehring. Berlin 1988. 511 S. (Aus dem Russischen gemeinsam mit Ines Mietkowska-Kaiser).

 

 

Rosa Luxemburg. Gesammelte Briefe. Bd. 6. Berlin. 1993. (Gemeinsam mit Ines Mietkowska-Kaiser).

 

 

Ryszard Marut: „Wir roden Kartoffeln, und der Krieg nimmt kein Ende“. Eine polnische Familiengeschichte in Briefen 1939-1945. In: JahrBuch... 2/2006. S. 142-154. (Aus dem Polnischen).

 

Gerd Kaiser: Fachwörter des Fernsehens russisch-deutsch/deutsch-russisch. Betriebsakademie des Fernsehens der DDR. Berlin. 1974. 118 S.

 

Veröffentlichungen in Sammelbänden

Das Programm der „Forschungsgruppe Schulz-Kampfhenkel“. (Kriegszielplanung 1932-1942 im Zuge „deutscher Weltpolitik“). In: „Zeitschrift für Militärgeschichte“. Berlin. 5/1965. S. 563-573.

 

Gerd Kaiser: Beweggründe „stiller Helden“ für den antifaschistischen Widerstand im Spiegel von Biographien. In: Pankower Vorträge. Heft 115. Widerstand in der Illegalität und im Exil. S.5-16.

 

Gerd Kaiser: Über den Sozialismus dummer Kerls. (Antisemitismus in Polen 1944 bis 1994). In: „utopie kreativ“. Berlin. H. 69/70. Juli-August 1996.

 

Gerd Kaiser: „Für Eure und unsere Freiheit“ (Deutsche in polnischen Streitkräften der Antihitlerkoalition). In: Im Bunde mit dem Feind. Deutsche auf alliierter Seite. Hrsg. Stefan Doernberg. Berlin. 1995. S.17-25.

 

Windiges aus der deutschen Luftfahrt (II). In: „Das Blättchen.“ Zweiwochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft. 1997. Probeheft. S. 4-8.

 

Gerd Kaiser: Gemeinsame politische, soziale und militärische Aktionen der kommunistischen und sozialdemokratischen Arbeiterschaft im Suhler Industrierevier. In: November 1918. Revolution – Reform – Parlamentarismus. Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. 1999. S. 77-89.

 

Gerhard Kaiser: Der Kaiser kam, die Generäle gingen. 1998 bis 2008. In: Das Blättchen. Sonderdruck.Berlin. 2008.112 S.

 

Gerhard Kaiser: Gemeinsame politische, soziale und militärische Aktionen der kommunistischen und sozialdemokratischen Arbeiterschaft im Suhler Industrierevier. In: Revolution - Reform - Parlamentarismus. Hrsg. im Auftrag der RLS Sachsen Klaus Kinner. GNN Verlag Sachsen/Berlin. 1999. S.77-89

 

Gerd Kaiser: Katyn. Die polnischen Opfer 1939-1940. In: Stalinscher Terror. 1934- 41. Eine Forschungsbilanz. Hsg. Wladislaw Hedeler. Berlin. 2002. S. 69-84.

 

Gerd Kaiser: „Laßt nicht locker“. Antifaschistischer Widerstand im Thüringer Wald. Teil I. In: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Berlin. 2/2003. S. 111-128; Teil II: 3/2004. S.105-111.

 

Gerd Kaiser: Familiengeschichten – Erinnerungen an die Geschichte der polnischen Arbeiterbewegung. In: „JahrBuch...“ 1/2004. S. 142-152.

 

Gerd Kaiser: Njesgibajema „Krassnaja Rosa“. (Die unbeugsame „Rote Rosa“.) In: Rosa Luxemburg: Aktual`nye aspekty polititscheskoj i nautschnoj dejatel`nosti.

(Aktuelle Aspekte des politischen und wissenschaftlichen Wirkens von Rosa Luxemburg.) Moskau. 2004. Str. 63-70.

 

Gerd Kaiser: Aus dem Wald in die Welt: Hermann Dietz im europäischen Widerstand. In: Europa vor dem Abgrund. Das Jahr 1935 – eine nicht genutzte Chance. Hsg. Kurt Pätzold/Erika Schwarz. Köln. 2005. S. 206-216.

 

Gerd Kaiser: Polnische Wirtschaft. In: Pätzold, Kurt, Manfred Weißbecker: Kleines Lexikon historischer Schlagwörter. Leipzig. 2005. S. 221-222.

 

Gerd Kaiser: Auf der Suche nach „Beschäftigung und Brod“. Die Geschichte der Arbeiterfamilie Walther. In: „JahrBuch...“ III/2005. S. 146-152.

 

Gerd Kaiser und Aleksander Kochanski: „Mit dieser Masche kommt ihr nicht durch...“. Die gesellschaftliche Krise 1956 – Nach Sitzungsprotokollen des Politbüros der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei. In: "JahrBuch..."  III/2006. S. 125-146

 

Gerd Kaiser: -Arbeiterführer zwischen den Parteien. Guido Heym S. 217-227; -Sucher, Seher und Mahner. Nikolaus Pfaff. S. 320-330; -Bücherfreund, Dichter und Politiker. Fritz Sattler. S. 369-376. In: Gelebte Ideen. Sozialisten in Thüringen. Biographische Skizzen. Hsg. Mario Hesselbarth u.a. Jena.2006

 

Gerd Kaiser: „Für Eure und unsere Freiheit.“ Polnischer Widerstand 1939 bis 1945 und deutsche Mitstreiter. In: DAR` SLOVES`NY. Festschrift für Christoph Koch zum 65. Geburtstag. Hg. Wolfgang Hock und Michael Meier-Brügger. München. 2007. S. 155-175.

 

Gerd Kaiser: Beweggründe „stiller Helden“ für den antifaschistischen Widerstand im Spiegel von Biographien. In: Widerstand in der Illegalität und im Exil, Der 30. Januar 1933 im Spiegel deutscher Biographie. Pankower Vorträge. 115. S. 5-16.

 

Polen. In: Gelebte deutsch-polnische Nachbarschaft. Hsg. Gesellschaft für gute Nachbarschaft zu Polen. Berlin. 2008. S. 96-101.

 

Gerd Kaiser: Fakten des Verrats im Widerstand gegen das Naziregime in Thüringen und Verrat als Fiktion – ein Instrument der Herrschaftssicherung. In: Die Arbeiterbewegung zwischen Trauma und Trauer. Hsg. Simone Barck und Ulla Plener. Berlin. S. 195-203 und 275-284.

 

Gerd Kaiser: Unbekannte Schicksale deutscher Arbeiterfamilien in der UdSSR und nach ihrer Rückkehr. In: Nach dem Schweigen. Erinnerungsorte, Gedenkbücher, Opferlisten des sowjetischen Exils. Pankower Vorträge. 167. S. 33-43.

 

Gerd Kaiser: In Moskau. (Stätten der Erinnerung  und Mahnung). In: „Das Blättchen“. H. 2/19. 1. 2009

 

Gerd Kaiser: Einführung in das Gespräch über das Gedenken. In:Pankower Vorträge. Heft 148. Das  verordnete Schweigen. Deutsche Antifaschisten im sowjetischen Exil. Hrsg. Helle Panke e.V. - RLS Berlin. 2010. S. 50-52

 

Gerd Kaiser: Stalins langer Schatten. (Ergebnisse einer Meinungsumfrage). In „Das Blättchen“. H. 4/1. 3. 2010

 

Gerd Kaiser: Das Wichtigste im Leben ist das Leben“. (Zur Lebensgeschichte von Alina Margolis-Edelman). In: „Das Blättchen“. H. 8/23. 4. 2012

 

Gerd Kaiser: Erkenntnisse eines gebeutelten Reiters. (Zur Autobiografie von Karol Modzelewski).  In: „Das Blättchen“. H. 2/20. 1. 2014

 

Gerd Kaiser: Antisemitismus und Banditentum“. (Frühschriften von Rsa Luxemburg). In: „Das Blättchen“. H. 9/28. 4. 2014

 

Gerd Kaiser: „Es wird ernst“. (Erster Weltkrieg: Kriegsideologie, Strategie und Folgen). In: „Das Blättchen“. Sonderausgabe 11. 8. 2014)

 

 

Austellungen

„Ich kam als Gast in euer Land gereist…“

 

 

Unter diesem Titel, einem Zitat aus dem in einem „Arbeits-Besserungslager“ des NKWD verfassten und von einem Mithäftling herausgeschmuggelten Gedicht von Wolfgang Duncker, Sohn von Käte und Hermann Duncker, entstand in Berlin, gestaltet von Karl Lehmann, gefördert mit Mitteln der Rosa-Luxemburg-Stiftung und unterstützt durch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, die Ausstellung des „Arbeitskreises zum Gedenken an die in  der sowjetischen Emigration verfolgten, deportierten und ermordeten deutschen Antifaschisten“. Ihr Untertitel: „Deutsche Hitlergegner als Opfer des Stalinterrors. Familienschicksale 1933-1956“.  Die Ausstellung ist  ein Ergebnis von mehreren, überwiegend eigenfinanzierten jahrelangen Projekten, wissenschaftlicher, archivalischer und bibliographischer Natur, einschließlich z. T. vielstündiger dokumentierter Gespräche mit den Überlebenden über ihre und ihrer Familien Erlebnisse in der UdSSR. Der Arbeitskreis, eine Eigengründung (2008) ist dem Gedenken an Frauen und Männer in Emigration und Widerstand gewidmet. Er gibt ihnen ihre z. T.  jahrzehntelang verschwiegenen Namen und ihre Ehre wieder.

 

Die ursprünglich zweisprachige (deutsch und russisch) Ausstellung nahm in den Monaten Mai/Juni 2013 von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand aus, ihren Weg durch Deutschland und weitere westeuropäische Länder wie Belgien (Brüssel) und demnächst auch Frankreich (Paris) auf. In Thüringen, wo die Ausstellung im Oktober/November 2013 an drei Orten gezeigt werden konnte wurde sie v. a. durch vielfältige Aktivitäten der Landesvorsitzende der VVN/BdA in diesem Bundesland, Elke Pudszuhn, unterstützt. Zuvor hatte sie im April 2013 ihren Weg von Moskau aus durch Kasachstan und Russland (u. a. Karaganda, Nowosibirsk und Tomsk) angetreten und wird im April 2014 St. Petersburg erreichen.

 

Die Anregung von Besuchern: „Needs to be put in Englisch also“. (Israel) können durch das hochherzige Geschenk eines amerikanischen Wissenschaftlers, der eine englischsprachige Version der Tafeltexte besorgte, verwirklicht werden.

 

Vier Thementafeln der Ausstellung skizzieren die politischen und sozialen Rahmenbedingungen der deutschen Antifaschisten in der UdSSR. 15 Familientafeln zeigen an Hand bisher unbekannter Fotos, Briefe, Tagebuchaufzeichnungen u. a. persönlichen Zeugnissen sowie der  Verhörprotokolle, erfolterter Geständnisse, Urteile und Erschießungslisten einschließlich der „Vollzugsmeldungen“ und Angabe der jeweiligen Aufenthaltsorte, die Emigrantenfamilie als den sozialen Ort, der die Einzelschicksale zusammenhielt. Über die Familienbiographien öffnen sich weitere soziale Räume zu den Arbeitsstätten und Arbeitskollegen, zu den Nachbarn und Freunden. Darüber hinaus ermöglichen die  Familientafeln Einblicke in die  Langzeiterfahrungen der  Familien von Facharbeitern, Künstlerinnen, Ärzten, Lehrerinnen u. a.  vor und während sowie auch nach ihrer Emigration.

 

Inge Münz-Koenen (Konzeption) Anja Schindler (Leiterin der  Arbeitsgruppe) und Wladislaw Hedeler (Koordinierung) zeichnen neben diesen übergreifenden Aufgaben außerdem auch für Familien- bzw.  Thementafeln verantwortlich. Alle Mitwirkende am Projekt: Günter Agde, Bernd-Rainer Barth, Hans Coppi, Michael Dewey, Andreas Herbst, Gerd Kaiser, und Carola Tischler, sind durch wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Thematik ausgewiesen.

 

 

 

Eindrücke von Besuchern in Gästebüchern, die die Ausstellung begleiten: „So viele Hoffnungen, soviel Ideale, soviel Tragik! Danke, dass diese Lebensleistungen in Erinnerung gerufen werden“ und: „So liebenswerte Männer, Frauen, Kinder, so viel Vertrauen in ihren Gesichtern und soviel Leid … Und so viel Kälte, Härte, Grausamkeit… Haben Sie Dank für dieses Erinnern“. „Danke für die umfangreiche Recherche, die diese Ausstellung ermöglicht hat“. „Erschütternd sind die Einzelschicksale“. „Danke den Organisatoren dieser Ausstellung.“ „Herzlichen Dank und großes Lob für diese tief bewegende Dokumentation“. „Vielen Dank für den sehr warmherzigen und lehrreichen Tag, der auch für meine Sicht auf die politische Vergangenheitsbewältigung sehr wichtig war.“ „(…) Hat uns die Ausstellung tief beeindruckt und unseren Blick für die Geschichte geschärft. Wir sagen (…) unseren herzlichen Dank und wünschen für die weitere Arbeit viel Erfolg.“

 

Die Wanderausstellung wird an den jeweiligen Ausstellungsorten

 

mit unterschiedlichen Begleitprogrammen vorgestellt, zu denen  Vorträge, Diskussionen, Lieder, Gedichte, Lesungen und weitere wissenschaftliche und künstlerische Beiträge gehör(t)en.

 

Der deutschsprachige Begleitkatalog bietet neben der Dokumentation der Ausstellungstafeln vertiefende und weiterführende Forschungsergebnisse aller Autoren zur Ausstellung.

 

„Ich kam als Gast in euer Land gereist…“ Hrsg. Wladislaw Hedeler, Inge Münz-Koenen. Berlin. 2013. 269 S. ISBN: 978-3-86732-177-8.

 

Der russischsprachige Katalog erschien, herausgegeben von Wladislaw Hedeler und Inge Münz-Koenen u. d. T.: „Ja gostem prijechal v waschu stranu…“ bei Iz-vo ROSSPEN in Moskau. 2013. 128 Str.

 

Gerd Kaiser

 

Email:  RichardErnstK@t-online.de

Telefon: 030 2424358

 

 

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